Riehen hilft Rumänien


Miercurea Ciuc / Csikszereda liegt mitten in Siebenbürgen und am Fluss Alt, umgeben von hohen Bergen.
Die Stadt Miercurea Ciuc / Csikszereda
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Das Wappen von Csikszereda

  Bürgermeister von Csikszereda am Dorffest von Riehen

 

Der seit 2005 amtierende Bürgermeister Robert Kalman Raduli ist sehr initiav. Er setzt sich insbesondere für den wirtschaftlichen Fortschritt und die Infrastruktur (Strassen, Energie und Wasser) seiner Stadt ein. Zudem geht er konsequent gegen die Korruption in Steuerangelegenheiten vor.

 

Für die sozialen Aufgaben ist er dankbar für die Unter- stützung durch unseren Partnerverein Asociatia Riehen. Bei unserem Projekt eines Ferienhauses in Pottyond hat er grosszü-gige Beiträge vom Stadtpar-lament bewilligen lassen. Dies unterstreicht seine positive Einstellung zur Arbeit des Vereins und zur Partnerschaft zwischen Riehen und Csikszereda.

 

 

Csik-Becken mit Miercurea Ciuc / Csikszereda 

Die Stadt Miercurea Ciuc/Csikszereda von Westen her aufgenommen. Im Vordergrund die Ebene des Csik-Beckens, hinten das Ciuc-Gebirge der Ostkarpaten.

 

Geschichte

 

Im frühen Mittelalter besiedelten die ungarisch sprechenden Szekler die Gegend von Csikszereda. Sie genossen im ungarischen Königreich besondere Vorrechte und Freiheiten. Dafür mussten sie die östliche Grenze des damaligen Europas gegen die Türken verteidigen. Zahlreiche Überfälle der berittenen Türken prägten die Lebens- und Überlebensart der Szekler.

 

Noch heute leben die Szekler im Land ihrer Vorfahren. Rund 80 Prozent der Bevölkerung von Csikszereda sind auch jetzt noch ungarisch sprechende Szekler, 15 Prozent sind Rumänen, der Rest sind Romas, Deutsche und andere Nationalitäten.

 

Wirtschaft

 

Miercurea Ciuc oder Csikszereda heisst wörtlich übersetzt eigentlich Mittwochsmarkt. Dies weist darauf hin, dass Csikszereda ein Marktplatz war und im 14. und 15. Jahrhundert als Handelsort entstanden und gross geworden ist. 1968 wird Csikszereda Hauptort des Bezirks Hargita. Damit wird Csikszereda auch Sitz der Bezirksverwaltung.

 

Heute beherbergt die Stadt zahlreiche industrielle und gewerbliche Betriebe, die aber zum Teil grosse Schwierigkeiten bei der Umstellung von der Planwirtschaft des kommunistischen Rumänien in die Marktwirtschaft des nach Europa drängenden Landes hatten. Noch heute stehen viele Fabrikgebäude verlassen und leer da. Andere Betriebe entstehen neu und entwickeln sich zum Teil mit erstaunlicher Geschwindigkeit.

 

Mit dem Beitritt zur Europäischen Union (EU) per 1. Januar 2007 hat für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes ein neues Kapitel begonnen. Einige wenige Firmen profitieren von der Zusammenarbeit mit dem westlichen Europa und machen schnelle und hohe Gewinne. Andere Firmen ohne Exportmöglichkeiten haben es umso schwerer. Dies führt zudem zu grossen Einkommensunterschieden in der Bevölkerung.  

 

Klima und Tourismus

 

Landschaftlich erinnert die Gegend immer wieder an den Schweizer Jura oder den Schwarzwald. Es gibt sanfte Hügel, steile Berge, endlose Wälder und wunderschöne Hochebenen. Die Natur ist an vielen Orten noch weitgehend unberührt und es gibt in der Gegend Wölfe und Bären in freier Wildbahn.

 

Das Csik-Becken hat ein kontinentales Klima mit relativ warmen Sommern und sehr kalten und schneereichen Wintern. Das Thermometer kann ohne weiteres bis auf minus 30 Grad Celsius sinken. In den nahe gelegenen Bergen gibt es ausgedehnte Möglichkeiten für Nordisch-Skilaufen und relativ bescheidene Möglichkeiten für alpinen Skisport. Csikszereda besitzt zudem eine Eissporthalle und hat eine sehr erfolgreiche Eishockey-Mannschft, die immer wieder auf den vordersten Plätzen der nationalen Meisterschaft anzutreffen ist.

 

In der näheren und weiteren Umgebung von Csikszereda gibt es unvorstellbar viele Quellen. Sie werden je nach mineralischer Zusammensetzung und Temperatur als trinkbares Mineralwasser oder als gesundheitsförderndes Thermalbad genutzt.

 

Möchten Sie mehr über Csikszereda erfahren? Dann können Sie den Bericht auf Wikipedia lesen.  

 

Aktualisiert
16.01.2012 14:50